Mann schüttelt Arzt die Hand

Inkontinenz nach Prostata-OP

Nach einer Prostataoperation kommt es bei vielen Männern zu einer vorübergehenden Inkontinenz. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen bessert sich die Inkontinenz im Verlauf der Zeit von selbst. Um betroffene Männer bis dahin im Alltag zu unterstützen, empfiehlt es sich, diskrete, speziell auf die männliche Anatomie abgestimmte Inkontinenzprodukte anzubieten.

Warum führt eine Prostata-Operation häufig zu Inkontinenz?

Eine Prostata-Operation kann bei gutartigen (benigne Prostatahyperplasie) oder bösartigen Veränderungen (Prostatakarzinom) notwendig werden. Bei einer operativen Entfernung (Prostatektomie) können Teile der Harnröhre und des Schliessmuskels in Mitleidenschaft gezogen werden.

Dabei ist der innere Schliessmuskel betroffen, der die Harnblase kontrolliert. In der ersten Zeit nach der OP ist dieser häufig geschwächt. Ob und in welchem Ausmass es zu einer Inkontinenz kommt, hängt u. a. vom Alter, der OP-Methode, Vorerkrankungen sowie der Prostatagrösse ab.

Formen der Inkontinenz und ihre Ursachen

  • Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz) entsteht durch Druck auf die Blase – z. B. beim Husten, Niesen oder Heben schwerer Gegenstände. Dies führt zum ungewollten Urinverlust.
  • Dranginkontinenz (überaktive Blase) äussert sich durch häufigen, plötzlichen Harndrang, auch bei wenig gefüllter Blase.
  • Überlaufinkontinenz kann auftreten, wenn durch eine vergrösserte Prostata der Harnabfluss eingeschränkt wird.1

Therapeutische Massnahmen – gezieltes Training unterstützen

Da der äussere Schliessmuskel bei der Operation in der Regel erhalten bleibt, ist es möglich, diesen durch gezieltes Beckenbodentraining zu stärken. Dieses kann helfen, die Blasenkontrolle sukzessive wiederherzustellen. Dabei:

  • Patienten auf die Möglichkeit des Trainings aufmerksam machen
  • Empfehlen, eine physiotherapeutische Anleitung in Anspruch zu nehmen
  • Informationsmaterialien zum Beckenbodentraining bereitstellen

Erste Erfolge stellen sich meist nach einigen Wochen ein – Geduld und Kontinuität sind wichtig.

Hygienische Unterstützung mit MoliCare® MEN

Für die Zeit nach der Operation empfehlen sich Produkte wie:

  • MoliCare® MEN PAD bei leichter bis mittlerer Inkontinenz
    → in männlicher Anatomie geformt, bieten Tragekomfort und Diskretion
  • MoliCare® MEN PANTS bei stärkerer Inkontinenz
    → wie normale Unterwäsche tragbar, mit speziellem Saugkern und auslaufsicheren Bündchen

→ Produkte individuell nach Inkontinenzstärke und Lebenssituation empfehlen
→ Diskretion im Beratungsgespräch gewährleisten

Weitere mögliche Ursachen und Hintergrundwissen

Gutartige Prostatavergrösserung (BPH)2:

  • Häufig bei Männern über 50
  • Symptome: nächtlicher Harndrang, schwacher Harnstrahl, unvollständige Blasenentleerung

Prostatakrebs (Prostatakarzinom):

  • Häufigste Krebsart bei Männern3
  • Therapie: radikale Prostatektomie mit potenzieller Auswirkung auf Kontinenz und Potenz

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Inkontinenz

Wenn Beckenbodentraining nicht ausreichend hilft:

  • Minimal-invasive Eingriffe wie das Einsetzen von Schlingen oder Ballons können helfen, den Schliessmuskel zu unterstützen
  • Diese Methoden erfordern meist noch eine gewisse Restfunktion des Muskels

→ Betroffene an die behandelnden Ärztinnen und Ärzte für eine weiterführende Abklärung verweisen
→ Auf ergänzende Hilfsmittel aufmerksam machen

Zusätzliche Beratungskompetenz in der Apotheke

  • Verständnisvoll auf betroffene Männer zugehen
  • Mit gezielter Produktempfehlung Sicherheit und Lebensqualität fördern
  • Informationen zu Diskretion, Produktauswahl und Anwendung bereitstellen
  • Optional: Hinweise zu Biofeedback, Elektrostimulation oder Physiotherapie geben

Tipp: Eine Beratung zu Inkontinenzprodukten lässt sich optimal mit Hinweisen zur Hautpflege und Geruchsbindung kombinieren.

Zum Sortiment

Quellen

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