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Mikrobielle Besiedelung beschreibt die Ansiedlung von Mikroorganismen wie Bakterien und Viren auf der Haut und anderen Körperoberflächen. Diese Mikroben können eine schützende Funktion haben, aber auch Infektionen verursachen, wenn das Gleichgewicht gestört wird oder sie in tiefere Gewebe eindringen.
Der menschliche Körper ist ein Lebensraum für etwa 39 Billionen Mikroorganismen. Diese finden sich in verschiedenen Bereichen des Körpers und tragen zur Aufrechterhaltung der Gesundheit bei. Dazu zählen Mikroben in der Haut, Lunge, im Magen-Darm-Trakt und im Urogenitalbereich. Diese Mikroorganismen schaffen nicht nur einen individuellen Lebensraum, sondern haben auch wichtige Schutzfunktionen.

Schutzfunktion der Mikroorganismen:
Sie schützen vor schädlichen Eindringlingen und unterstützen bei der Nahrungsaufnahme und -verwertung.
Solange der menschliche Körper intakt ist und die Mikroorganismen ihre angestammten Lebensräume nicht verlassen oder mit anderen Mikroorganismen in Konflikt geraten, wirken sie überwiegend positiv.
Die Hautflora lässt sich in zwei Haupttypen unterteilen: die residente und die transiente Hautflora.
Diese Mikroorganismen sind dauerhaft auf der Haut angesiedelt.
Sie sind auf gesunder Haut nicht gefährlich und tragen zum Schutz vor der Ansiedlung fremder Mikroorganismen bei.
Wenn sie jedoch in tiefere Hautschichten vordringen, können sie Infektionen verursachen.
Diese Mikroorganismen gelangen durch direkten Kontakt mit Haut oder Gegenständen auf die Hautoberfläche.
Sie verbleiben nur vorübergehend und können durch Kontakt weitergegeben werden.
Mikroorganismen können durch den direkten Kontakt (Haut-zu Haut) übertragen werden. Aber sie sind nicht nur auf der Haut anzutreffen, sondern auch auf Oberflächen präsent. Dann können sie über indirekten Kontakt (über Flächen, Gegenstände oder Materialien) übertragen werden.
Die Hände sind die häufigste Quelle der Übertragung von Mikroorganismen. Die Infektionsgefahr, die von den Händen ausgeht, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Art der Erreger: Verschiedene Mikroorganismen haben unterschiedliche Übertragungsraten und Virulenz.
Keimdichte: Je mehr Keime sich auf der Hand befinden, desto höher ist das Übertragungsrisiko.
Überlebensdauer der Erreger: Bakterien, Viren und andere Mikroben können unterschiedlich lange auf den Händen verbleiben.
Unter den Fingernägeln: Hier befinden sich bis zu 60.000 koloniebildende Einheiten (KBE) pro cm², was ein hohes Risiko für die Übertragung von Erregern bedeutet.
Handrücken: Mit 250 KBE pro cm² ist auch der Handrücken eine Risikozone für die Übertragung von Keimen.
Keimzahl auf den Händen: Die Keimzahl auf der Hand steigt um etwa 16 Keime pro Minute, was die Wichtigkeit einer regelmässigen Desinfektion unterstreicht.
Fingerkuppen, Daumen und Handinnenflächen: Diese Areale weisen ebenfalls eine hohe Keimdichte auf und sind besonders bei direktem Kontakt mit Patienten und kontaminierten Oberflächen von Bedeutung.
Die Überlebensdauer von Mikroorganismen variiert je nach Typ und Oberfläche:
Bakterien auf den Händen: Überlebensdauer von 30 Minuten bis zu 3 Stunden.
Viren auf den Händen: Überlebensdauer von 10 Minuten bis zu mehreren Stunden.
Überlebensdauer auf Oberflächen: Kann bis zu 30 Monate betragen.
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden 80 % der Infektionskrankheiten über die Hände übertragen. Daher spielt die richtige Händehygiene eine entscheidende Rolle im täglichen Umgang mit Medikamenten und Patienten.
Massnahmen zur effektiven Händehygiene:
Gründliches Waschen der Hände mit Wasser und Seife.
So wenig wie möglich waschen, nur zu Beginn und am Ende der Arbeit und bei sichtbarer Verschmutzung.
Verwendung von Hände-Desinfektionsmittel, insbesondere bei Kontakt mit kontaminierten Oberflächen und im Umgang mit kranken Patienten.
Vermeidung unnötiger Hautkontakte, besonders bei kranken oder infizierten Patienten.

Nachdem Sie den Blogartikel gelesen haben, können Sie Ihr Verständnis mit den folgenden Fragen überprüfen. Sie helfen dabei, zentrale Inhalte zu vertiefen und praxisrelevante Aspekte zu reflektieren: