Sprunggelenk Tape

Sprunggelenk tapen: Anleitung in 5 Schritten

Kinesiotape nutzen, um Verletzungen am Sprunggelenk vorzubeugen und Schmerzen zu lindern. Im Anschluss erläutern wir, wie das Tape korrekt am Fussgelenk angebracht wird.

Sprunggelenkschmerzen entstehen häufig durch Überlastung oder Verletzungen. Kinesiotape bietet eine effektive Möglichkeit zur Vorbeugung und kann bei bestehenden Beschwerden die Heilung unterstützen. Das elastische Tape stabilisiert das Gelenk, lindert Schmerzen und erlaubt gleichzeitig volle Bewegungsfreiheit – ideal bei sportlicher Aktivität.

Als Verbindung zwischen Unterschenkel- und Fussknochen ermöglicht das Sprunggelenk vielseitige Bewegungen wie Beugen, Strecken und Drehen. Aufgrund seiner komplexen Struktur ist es jedoch besonders verletzungsanfällig. Eine fundierte Anleitung zum Tapen sowie hilfreiche Hintergrundinformationen erleichtern die richtige Anwendung.

Kinesio Tape

Je nach Art der Verletzung, Sportart oder individuellem Bedarf kommen unterschiedliche Taping-Techniken zum Einsatz. Dieser Ratgeber bietet eine praxisnahe Anleitung zur richtigen Anwendung von Kinesiotape am Sprunggelenk – zur Vorbeugung sowie zur Unterstützung der Heilung bei bestehenden Beschwerden.

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Wie funktioniert Kinesiotape?

Kinesiotape ist ein elastisches, selbstklebendes Textilband, das seit den 1970er-Jahren in der Schmerztherapie und Sportmedizin zum Einsatz kommt. Es unterstützt die Bewegungsfreiheit und beeinträchtigt die natürliche Körperbewegung nicht.

Die Funktionalität des Kinesiotapes basiert auf der ständigen Stimulation der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die durch die Bewegungen des Körpers hervorgerufen wird. Dieser anhaltende «Massage-Effekt» aktiviert verschiedene Rezeptoren wie Berührungs-, Schmerz- und Temperaturrezeptoren sowie Propriorezeptoren. Rezeptoren sind Zellen oder Zellbestandteile, die Reize wahrnehmen und über Nervenstränge an das Gehirn weiterleiten. Das Aktivieren dieser Rezeptoren durch Kinesiotape führt zu einer besseren Körperwahrnehmung und hilft dem Körper, Spannungen abzubauen sowie Schmerzen und Schwellungen zu regulieren.

Trotz der breiten Anwendung und Akzeptanz von Kinesiotapes in verschiedenen medizinischen und sportlichen Kontexten ist es wichtig zu betonen, dass ihre spezifische Wirkungsweise bisher wissenschaftlich noch nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte. Die Verwendung von Kinesiotape sollte daher als ergänzende Therapie und nicht als Ersatz für eine herkömmliche medizinische Behandlung betrachtet werden.

Anwendung am Sprunggelenk

Kinesiotape stützt die Muskeln, Sehnen und Bänder am Fussgelenk, speziell bei sportlichen Aktivitäten, bei denen das Sprunggelenk stark belastet wird. Dazu gehören zum Beispiel Fussball, Basketball, Tennis, Joggen oder Laufen. Ausserdem wird mit Kinesiotape die Koordination und das Gleichgewicht beim Sport verbessert. Das Tapen des Sprunggelenks vor dem Training, Wettkämpfen oder längeren Aktivitäten wie Wandern kann somit das Verletzungsrisiko senken und eine Überbelastung verhindern.

Da Kinesiotape auch Sprunggelenkschmerzen lindern und Schwellungen reduzieren kann, bietet es sich nicht nur präventiv, sondern auch zur Behandlung nach einer Verletzung an. Zum Beispiel bei Schwellungen, Schmerzen oder Entzündungen infolge von Umknicken, Überlastung oder beginnender Arthrose.

Tipps zum richtigen Tapen

Egal welche Taping-Methode angewendet wird: Das Kinesiotape sollte auf jeden Fall nicht zu fest angelegt sein, um die Durchblutung und Bewegungsfreiheit des Sprunggelenks nicht einzuschränken. Wichtig ist auch, das Tape regelmässig zu überprüfen und sicherzustellen, dass es fest sitzt.

Das Tape etwa eine Stunde vor dem Sport anlegen.

Sicherstellung, dass die Haut sauber und trocken ist. Schweiss, Schmutz und Öl können die Haftkraft des Tapes beeinträchtigen.

Haare gegebenenfalls in der Auflagefläche timmen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Tapen zur Stützung von Muskeln und Sehnen

Kinesiotape lässt sich je nach Bedarf flexibel einsetzen. Die folgende Anleitung zeigt eine bewährte Methode zur Stabilisierung des Sprunggelenks, um die Gelenkfunktion zu unterstützen und das Risiko von Verletzungen zu reduzieren.

Material: 1 x ca. 40 cm und 2x ca. 20 cm DermaPlast® ACTIVE Kinesiotape und eine Schere 

Schritt 1:

 Haut und Kinesiotape vorbereiten

  • Vor dem Anbringen von Kinesiotape auf eine saubere, trockene Haut achten. Bei starkem Haarwuchs empfiehlt es sich, die Haare leicht zu kürzen, um die Haftung zu verbessern. Zwei gleich lange Stücke von je etwa 20 cm und ein längerer Streifen von ca. 40 cm vorbereiten, beispielsweise mit DermaPlast® ACTIVE Kinesiotape. Die Enden der Tapes idealerweise abrunden, um ein angenehmes Tragegefühl und besseren Halt zu gewährleisten.

Schritt 2

Tape über die Fusssohle ziehen

  • In sitzender Position den Fuss so auf dem Boden platzieren, dass ein 90-Grad-Winkel zwischen Unterschenkel und Oberschenkel entsteht. Den langen Tapestreifen in der Mitte einreissen, die Fusssohle mittig darauf positionieren und das Tape unter Zug beidseitig über das Sprunggelenk nach oben führen. Die Enden ohne Zug oberhalb der Knöchel auslaufen lassen und die Schutzfolie dabei vollständig abziehen.

Schritt 3

Aussenknöchel tapen

  • Das erste kurze Tape mittig einreissen und mit Zug über den Aussenknöchel aufkleben. Anschliessend um das Sprunggelenk führen und die Enden ohne Zug auslaufen lassen. Dabei die restliche Schutzfolie vollständig entfernen.

Schritt 4

Innenknöchel tapen

  • Den Innenknöchel auf die gleiche Weise tapen wie den Aussenknöchel. Das zweite kurze Tape vom Innenknöchel um das Sprunggelenk herum in Richtung Aussenknöchel anbringen, wobei die Enden ohne Zug auslaufen sollten. Die Schutzfolie dabei direkt beim Anbringen entfernen.

Schritt 5

Fixierung des Tapes

  • Um das Tape zu fixieren, müssen alle Streifen noch einmal gründlich aneinander, um einen sicheren Halt zu gewährleisten. Bei korrekter Anwendung sollten sich die Enden der beiden kurzen Tapes leicht überlappen. Nun ist der Knöchel optimal geschützt.


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