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Ob Schürfwunde, Verbrennung oder Blase: Die richtige Behandlung beginnt mit dem Verständnis der jeweiligen Wundart. Hier finden Sie hilfreiche Informationen zu Symptomen, Versorgung und wichtigen Tipps für eine bestmögliche Heilung.
Bei einer Schürfwunde wird die oberste Hautschicht durch Reibung verletzt. Dabei werden Hautzellen abgetragen und feine Nervenenden freigelegt, weshalb Schürfwunden oft besonders schmerzhaft sind.
Starke Schmerzen, leichte Blutung sowie eine leichte Absonderung von Wundflüssigkeit (leichte Exsudation).
Fliessendes Wasser oder eine sterile Flüssigkeit wie Kochsalzlösung entfernt grobe Schmutzpartikel. Reinigen Sie anschliessend die umliegende Haut vorsichtig mit , da das Infektionsrisiko bei Schürfwunden sehr hoch ist. Benetzen Sie hierfür die Wunde grosszügig mit einem Desinfektionsmittel und lassen Sie es ca. 2 Minuten trocknen.
Verwenden Sie ein modernes Hydrokolloid-Pflaster, um die Schmerzen zu lindern und die Wundheilung zu fördern. Hydrokolloide nehmen Wundflüssigkeit auf, die von der Schürfwunde abgegeben wird. Diese Pflaster können und sollten Sie mehrere Tage auf der Wunde lassen. Alle diese Vorteile finden sich im .
Die klassische Wundversorgung ist eine bewährte Methode zur Abdeckung von Wunden. Wenn keine modernen zur Verfügung stehen oder die Wunde bereits infiziert ist, empfiehlt sich die Abdeckung mit einer trockenen Wundauflage wie , die nicht mit der Wunde verklebt. Für eine schonende Fixierung eignen sich Binden, beispielsweise , oder Fixierpflaster wie .
Blasen entstehen durch wiederholte Reibung oder Druck auf die Haut. Dabei löst sich die obere Hautschicht von den darunterliegenden Schichten und der entstandene Hohlraum füllt sich mit Gewebeflüssigkeit. Blasen können schmerzhaft sein, schützen die darunterliegende Haut jedoch vor weiteren Verletzungen und unterstützen den Heilungsprozess.
Blasenbindung und Schmerzen
Reinigen Sie bei einer geschlossenen Blase sorgfältig die Wundumgebung mit und benetzen Sie die Wunde grosszügig mit einem Desinfektionsmittel. Lassen Sie es anschliessend ca. 2 Minuten trocknen.
Geschlossene wie offene Blasen mit oder DermaPlast® Effect zuschneidbare abdecken. Wenn möglich die geschlossene Blase nicht öffnen um Infektionen zu vermeiden. Moderne Fussprodukte schützen die Blase vor Druck und Keimen. Gleichzeitig wird die Wundheilung gefördert.
Verbrennungen werden durch Hitze verursacht und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Während leichte Verbrennungen meist zu Rötungen und Schmerzen führen, können stärkere Verbrennungen mit Brandblasen und offenen Wunden einhergehen. Eine schnelle und richtige Behandlung unterstützt die Wundheilung und kann Beschwerden lindern.
Kühlen Sie die verbrannte Stelle ca. 20 Minuten unter 15-20°C kaltem Wasser (kein Eiswasser). Alternativ bieten sich auch unsere oder unser an.
Zur Behandlung der Wunde eignet sich ein modernes Hydrogel-Pflaster (), um die Schmerzen zu lindern und die Wundheilung zu fördern. Die Pflaster haben einen kühlenden Effekt und geben Feuchtigkeit an die Brandwunde ab. Hydrogel-Pflaster können und sollten Sie mehrere Tage auf der Wunde lassen. Dabei ist es wichtig Brandwunden gut zu beobachten, da sie sehr infektiös sind.
Moderne Pflaster sollten so lang wie möglich auf der Wunde bleiben, um die Wundruhe nicht zu stören.
Bei Infektionszeichen oder infizierten Wunden darf keine feuchte Wundbehandlung angewendet werden!
Schnittwunden bzw. Stichwunden sind meist kleinere äussere Verletzungen, die jedoch weit in die Tiefe reichen können. Hier besteht die Gefahr von Verletzungen an Nerven und Sehnen.
Blutung und Schmerzen, glatte Wundränder
Lassen Sie Schnitt- und Stichwunden zunächst kurz bluten. Dadurch können Schmutz, Keime und andere Verunreinigungen aus der Wunde gespült werden. Stillen Sie anschliessend die Blutung mit einer sauberen, saugfähigen Wundauflage, zum Beispiel mit oder und üben Sie dabei leichten Druck aus.
Entfernen Sie grobe Verschmutzungen anschliessend mit fliessendem Wasser oder einer sterilen Lösung wie einer Kochsalzlösung. Reinigen Sie auch die umliegende Haut vorsichtig mit .
Benetzen Sie die Wunde grosszügig mit einem Desinfektionsmittel und lassen Sie sie ca. 2 Minuten trocknen.
Ziehen Sie bei grösseren, nicht klaffenden Wunden die Wundränder mit Wundnahtstreifen vorsichtig zusammen und decken Sie die Wunde anschliessend mit einer trockenen Wundauflage, beispielsweise , ab. Fixieren Sie die Wundauflage mit einer Binde und achten Sie darauf, dass der Verband sicher sitzt, ohne zu stark zu drücken. Bei kleineren Schnittwunden reicht in der Regel ein Pflaster aus.
Ist die Wunde länger als 2 cm oder tiefer als 0.5 mm sollten Sie einen Arzt aufsuchen, damit genäht werden kann. Denn meistens sieht eine Stichwunde harmloser aus, als sie ist.
Überprüfen Sie regelmässig den Stand Ihrer Tetanusimpfung. Diese ist in der Regel 10 Jahre gültig. Haben Sie eine grosse Wunde und die Impfung ist mehr als 5 Jahre her, sollten Sie nachimpfen.
Bisswunden entstehen entweder durch Tiere oder durch Menschen und gleichen von der Wundart einer Riss- oder Schnittwunde. Bisswunden sind wegen des sehr hohen Infektionsrisikos äusserst gefährlich und müssen von einem Arzt behandelt werden.
Bei einer Bisswunde zeigen sich ungleichmässige Wundränder. Je nachdem wie stark der Biss ist, kann es zu einer Blutung kommen.
Entfernen Sie grobe Schmutzpartikel mit fliessendem Wasser oder einer sterilen Lösung wie einer Kochsalzlösung. Reinigen Sie anschliessend auch die umliegende Haut vorsichtig mit . Benetzen Sie die Wunde danach grosszügig mit einem Desinfektionsmittel und lassen Sie dieses ca. 2 Minuten einwirken beziehungsweise trocknen.
Decken Sie jede Art von Bisswunde mit einer sterilen Kompresse (z.B. ab, da die Infektionsgefahr sehr gross ist. Fixieren Sie die Kompresse mit einer Binde und achten Sie darauf, dass der Verband nicht zu fest angezogen wird.
Eine Quetschwunde ist oft gefährlicher als erkennbar, da die Verletzungen von aussen harmloser aussehen können als sie in Wirklichkeit sind. Quetschwunden entstehen durch verschiedene Druck-, Stoss- oder Zugkräfte.
Schwellung und Bluterguss, schwache Blutung, Schmerzen.
Stillen Sie die Blutung zunächst mit einer sauberen, saugfähigen Wundauflage, beispielsweise mit oder , indem Sie leichten Druck auf die Wunde ausüben. Entfernen Sie anschliessend grobe Verschmutzungen mit fliessendem Wasser oder einer sterilen Lösung wie einer Kochsalzlösung. Reinigen Sie danach auch die umliegende Haut .
Benetzen Sie die Wunde grosszügig mit einem Desinfektionsmittel und lassen Sie das Ganze ca. 2 Minuten trocknen.
Decken Sie kleinere Quetschwunden, deren Wundränder nicht auseinanderklaffen, mit einer möglichst sterilen Wundauflage ab, beispielsweise mit . Bei grösseren, klaffenden Wunden können Sie die Wundränder mit Wundnahtstreifen vorsichtig zusammenziehen. Fixieren Sie die Wundauflage anschliessend mit einem Fixierpflaster wie oder einer Binde, beispielsweise . Achten Sie darauf, dass der Verband sicher sitzt, ohne Druck auf die Wunde auszuüben.
Eine Prellung entsteht durch direkt, stumpfe Gewalteinwirkung. Eine Verstauchung entsteht durch Überdehnung von Gelenken beziehungsweise Sehnen und Bänder. Bei beiden Verletzungen wird die Hautoberfläche nicht beschädigt.
Machen Sie eine kurze Pause und stellen Sie die Verletzung ruhig. Dadurch verhindern Sie eine Verschlimmerung der Verletzung.
Kühlen Sie die Verletzung 15-20 Minuten mit einer oder einem . Machen Sie anschliessend eine Kühlpause von 10 Minuten und kühlen Sie die Verletzung erneut. Wiederholen Sie das Ganze, wenn möglich, mehrere Male. So können Sie die Schwellungen stoppen und den Schmerz lindern.
Legen Sie einen elastischen Verband mit der an, um auf die verletzte Stelle leichten Druck auszuüben! Das dämmt die Verteilung von Blut-oder Gewebsflüssigkeit ins umliegende Gewebe ein. Wenn Sie den Schritt „Eis“ und „Compression“ verbinden möchten hilft .
Lagern Sie den verletzen Körperteil hoch, damit das Blut aus der verletzten Stelle läuft und die Schwellung vermindert werden kann.
Eine gute Vorbereitung mit Aufwärm- und Dehnübungen sowie passendes Sportmaterial können helfen, das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Die Schmerzintensität sagt nicht immer etwas über die Schwere der Verletzung aus. Lassen Sie sich deshalb nicht täuschen, wenn die Beschwerden zunächst gering erscheinen, und beobachten Sie den betroffenen Körperteil in den folgenden Stunden und Tagen aufmerksam.
Eine Platzwunde entsteht durch stumpfe Gewalteinwirkung, beispielsweise bei einem Sturz oder Aufprall. Dabei reisst die Haut auf, weil sie zwischen dem einwirkenden Gegenstand und dem darunterliegenden Knochen gequetscht wird. Häufig betroffen sind Körperstellen mit wenig schützendem Gewebe, wie der Kopf oder das Schienbein.
Eine Platzwunde blutet meistens stark und zeigt ungleichmässige Wundränder. Hinzu kommt eine Schwellung an der betroffenen Stelle sowie Schmerzen.
Spülen Sie grobe Verschmutzungen mit fliessendem Wasser oder einer sterilen Lösung wie einer Kochsalzlösung aus der Wunde. Reinigen Sie anschliessend auch die umliegende Haut vorsichtig mit . Da Platzwunden mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden sein können, ist eine sorgfältige Wundreinigung besonders wichtig. Benetzen Sie die Wunde danach grosszügig mit einem Desinfektionsmittel und lassen Sie dieses etwa 2 Minuten trocknen.
Stillen Sie die Blutung mit einer sauberen, saugfähigen Wundauflage, beispielsweise mit oder und üben Sie dabei leichten Druck auf die Wunde aus. Bei stärkeren Blutungen empfiehlt sich das Anlegen eines Druckverbands, beispielsweise mit einer Binde.
Kleine Platzwunden, die nicht auseinanderklaffen, können mit trockenen Wundauflagen wie z.B. oder abgedeckt werden. Wenn nötig mit einer Binde fixieren, z.B. einer oder . Bei grösseren, nicht klaffenden Platzwunden die Wundränder von der Mitte her mit Wundnahtstreifen zusammenziehen.
Ist die Wunde länger als 2 cm oder tiefer als 0.5 mm, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Ebenso bei klaffenden oder verunreinigten Wunden. Ärztliche Behandlung stellt sicher, dass alle Funktionen überprüft werden und die Wunde korrekt genäht wird. Ebenso bei Platzwunden im Kopfbereich, da zusätzlich eine Gehirnerschütterung vorliegen kann. Dabei immer die Wundränder und die Wunde auf Rötung, Eiter und Entzündungen kontrollieren, da es schlimmstenfalls zu einer Blutvergiftung kommen kann.

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