Fröhliche Gruppe von Frauen

Perimenopause, Menopause und Inkontinenz

Die Perimenopause ist die Übergangsphase vor Beginn der Menopause. In der Perimenopause sinkt der Östrogenspiegel und der Zyklus wird unregelmässig. Bei einigen Frauen kommt es zu Hitzewallungen, einer Verstärkung des prämenstruellen Syndroms (PMS) oder auch Harninkontinenz. Die Perimenopause kann wenige Monate oder auch mehrere Jahre dauern. Sie endet mit der Menopause, der letzten Monatsblutung, auf die 12 Monate lang keine weitere Monatsblutung mehr folgt.

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Was ist die Perimenopause?

Die Perimenopause beschreibt die Zeit vor der Menopause, in der der Östrogenspiegel abnimmt und der Menstruationszyklus unregelmässig wird. Dieser Übergang kann bei einigen Frauen bereits ab Mitte 30 einsetzen, typischerweise jedoch um das 40. Lebensjahr. Die Dauer variiert – von wenigen Monaten bis zu acht Jahren – und endet mit der letzten Monatsblutung, der keine weitere Menstruation über einen Zeitraum von zwölf Monaten folgt.1, 2

Symptome der Perimenopause

Das erste Anzeichen für den Beginn der Perimenopause sind normalerweise unregelmässige oder ausbleibende Regelblutungen. Weitere typische Symptome der Perimenopause sind:1, 2

  • Verstärkung des prämenstruellen Syndroms (PMS)
  • Ungewöhnlich starke oder schwache Monatsblutungen
  • Hitzewallungen und Nachtschweiss
  • Schlafstörungen
  • Scheidentrockenheit
  • Stimmungsschwankungen
  • Müdigkeit
  • Nachlassende Lust auf Sex
  • Blasenschwäche, üblicherweise beim Husten oder Niesen3

Inkontinenz in der Perimenopause – Ursachen und Formen

In der Perimenopause nimmt die Produktion von Östrogen ab – ein Hormon, das wesentlich zur Stabilität des Bindegewebes beiträgt. Die Harnröhre, der Beckenboden und die Blase verlieren an Spannung, was zu Harninkontinenz führen kann. Häufige Inkontinenzformen3:

  • Belastungsinkontinenz: Unkontrollierter Harnverlust bei körperlicher Anstrengung
  • Dranginkontinenz: Plötzlicher, starker Harndrang – oft verbunden mit Reizblase
  • Nykturie: Nächtlicher Harndrang, der den Schlaf unterbricht
  • Schmerzen beim Wasserlassen: Hinweis auf Infektionen – Kundinnen sollten in diesem Fall ärztlich abgeklärt werden

Gestörte Blasenkontrolle – ausschliesslich in der Perimenopause?

Nicht nur hormonelle Veränderungen spielen eine Rolle. Auch folgende Faktoren sollten beachtet werden:3, 4

  • Beckenbodenschwäche nach Schwangerschaft oder Geburt
  • Altersbedingter Gewebeabbau
  • Erkrankungen wie Diabetes oder Parkinson
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Bewegungsmangel und Übergewicht

Was tun gegen Inkontinenz in der Perimenopause und Menopause?

Die Internationale Kontinenzgesellschaft (ICS) empfiehlt einen stufenweisen Behandlungsansatz:

Lebensstil anpassen

  • Reduktion von Übergewicht
  • Vermeidung blasenreizender Getränke (Koffein, Alkohol, Kohlensäure)
  • Beckenbodenfreundliche Sportarten wie Schwimmen, Yoga oder Radfahren

Sportarten, die den Beckenboden belasten, wie Gewichtheben oder Laufen, sind zu vermeiden. 

Physiotherapie

  • Empfehlung geeigneter Rückbildungskurse oder Physiotherapie
  • Einsatz von Pessaren, Biofeedback oder Elektrostimulation

Bei bis zu 80% der Patientinnen mit Harninkontinenz im Frühstadium lassen sich so nachweislich gute Ergebnisse erzielen. Auch für ältere Frauen, Schwangere und Frauen nach der Entbindung können physiotherapeutische Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur als Präventivmassnahme sinnvoll sein.

Medikamente

  • Östrogenpräparate zur Gewebestärkung
  • Anticholinergika bei Reizblase

Chirurgische Eingriffe

  • Nur wenn konservative Therapien ausgeschöpft sind
  • Individuelle Abklärung mit Fachärzt:innen notwendig


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Quellen

1 Perimenopause. Cleveland Clinic Health Library:

2 Perimenopause Guide. WebMD:

 perimenopause

3 Menopause and Bladder Control Management. Women Guide. WebMD:

menopause#1

4 Kolodynska G, Zalewski M, Rozek-Piechura K. Urinary incontinence in postmenopausal women – causes, symptoms, treatment. Menopause Rev 2019; 18(1): 46-50.:

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