
Knieschmerzen behandeln und vorbeugen
Knieschmerzen verstehen: Symptome, Behandlung und Prävention.

Ob beim Joggen, Tennisspielen oder Fussballtraining – das Knie zählt zu den am stärksten beanspruchten Gelenken im menschlichen Körper. Kommt es zu Schmerzen oder Beschwerden, kann das gezielte Anbringen von Kinesiotapes das Knie stabilisieren, die Belastung reduzieren und die Regeneration fördern. Richtig angewendet, tragen die elastischen Tapes zur Schmerzlinderung bei und helfen, die Beweglichkeit zu erhalten.
Das Kniegelenk wird besonders bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln, abrupten Stopps oder hohen Sprüngen enormen Kräften ausgesetzt. Vor allem sogenannte „Stop-and-Go“-Disziplinen wie Tennis, Basketball oder Fussball erhöhen das Risiko für Überlastung, Reizungen oder gar Verletzungen. Aber auch beim Joggen können Faktoren wie ungeeignetes Schuhwerk, eine schwache Rumpfmuskulatur oder eine fehlerhafte Lauftechnik zu Überbelastungen führen.
Mögliche Folgen sind unter anderem:
Durch das fachgerechte Tapen laesst sich die Muskulatur entlasten, die Durchblutung fördern und der Heilungsprozess positiv beeinflussen. In einer ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung wird gezeigt, wie Kinesiotapes korrekt am Knie angebracht werden, um eine optimale Wirkung zu erzielen.

Das 1973 vom japanischen Chiropraktiker Kenzo Kase entwickelte Kinesiotape ist ein selbstklebendes, elastisches Tape, das Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke stabilisiert und unterstützt, ohne die Beweglichkeit des Körpers einzuschränken oder den normalen Bewegungsablauf zu beeinträchtigen.
Der erwünschte Effekt des Kinesiotapes entfaltet sich in der Bewegung und basiert auf der Stimulation der Haut und des darunterliegenden Gewebes. Diese anhaltende «Massage-Funktion» aktiviert verschiedene Rezeptoren, die auf bestimmte Reize – unter anderem Schmerzen – reagieren. Dadurch können Kinesiotapes helfen, Spannungen, Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren sowie die Körperwahrnehmung zu verbessern.
Obwohl Kinesiotape in der Sportmedizin und der Physiotherapie breite Anwendung findet, konnte die spezifische Wirkungsweise wissenschaftlich bisher noch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Tapen ist daher als ergänzende Therapie zu verstehen und ersetzt nicht eine schulmedizinische Behandlung.
Damit das Tape optimal haftet und über mehrere Tage seine Wirkung entfalten kann, sind folgende Punkte zu beachten:
Mit der richtigen Vorbereitung und Technik kann Kinesiotape eine sinnvolle Unterstützung bei Kniebeschwerden darstellen – für mehr Stabilität, Bewegungsfreiheit und eine schnellere Regeneration.
Je nach Art und Ursache der Kniebeschwerden gibt es unterschiedliche Techniken, Kinesiotape anzuwenden. Eine bewährte Variante ist das gezielte Anbringen von Tapes zur Unterstützung der umliegenden Muskulatur und Sehnen sowie zur Stabilisierung des Kniegelenks. Diese Anleitung zeigt, wie Kinesiotapes korrekt platziert werden, um das Knie effektiv zu entlasten und die Bewegungsfähigkeit zu fördern.
Material: 2x ca. 20 cm und 2x ca. 25 cm DermaPlast®ACTIVE Kinesiotape und eine Schere.
Vor dem Anbringen des Kinesiotapes sollte die Haut im Kniebereich gründlich gereinigt und vollständig getrocknet werden. Eine fettfreie, saubere Oberfläche verbessert die Haftung des Tapes. Bei starker Behaarung empfiehlt es sich, die Haare zu trimmen oder zu entfernen, um ein besseres Ergebnis zu erzielen.
Für die Anwendung werden zwei Tapestreifen à 20 cm sowie zwei weitere Streifen à 25 cm Länge benötigt – idealerweise DermaPlast® ACTIVE Kinesiotape. Vor dem Aufkleben sollten die Enden der Streifen abgerundet werden, damit sich das Tape besser anpasst und länger hält.


Für das Anbringen des Kinesiotapes empfiehlt sich eine sitzende Position mit leicht gebeugtem Knie – etwa im 70-Grad-Winkel. Einer der kürzeren Tapestreifen wird vorbereitet, indem die Schutzfolie an einem Ende etwa 3 cm eingerissen und dieser Abschnitt abgezogen wird.
Der erste kurze Tapestreifen wird unterhalb der Kniescheibe ohne Zug angesetzt. Anschliessend verläuft das Tape mit leichtem Zug entlang der Aussenseite der Kniescheibe in Richtung Oberschenkel. Das Tapeende wird wieder ohne Zug aufgeklebt, während die Schutzfolie vollständig entfernt wird.

Das zweite kurze Tape wird analog angebracht – diesmal jedoch an der Innenseite des Knies. Auch hier endet der Streifen ohne Zug, um einen angenehmen und sicheren Halt zu gewährleisten.

Ein längerer Tapestreifen wird nun auf der Aussenseite des Knies angebracht – überlappend zur Hälfte des vorherigen kurzen Tapes. Der mittlere Bereich des Tapes wird unter Zug aufgeklebt, das Ende wie gehabt ohne Zug fixiert. Der zweite lange Tapestreifen wird entsprechend an der Innenseite des Knies positioniert.
Ein leichtes Reiben über die Tapestreifen aktiviert den Kleber und verbessert die Haftung. Ein kurzer Funktionstest: Bilden sich bei gestrecktem Knie kleine Hautfalten oberhalb der Kniescheibe, ist das Tape korrekt angebracht.


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