
Schmerzen im Sprunggelenk: Ursachen und Behandlung
Ein Umknicken des Fusses kann schnell passieren. Hier erfahren Sie, wie das Sprunggelenk stabilisiert, Verletzungen vorgebeugt und bestehende Schmerzen gelindert werden können.

Heilung beschleunigen und Verletzungsrisiko minimieren: Lernen Sie, wie ein Bänderriss optimal behandelt wird und man sich schnell von dieser Verletzung erholen kann.
Schon eine einfache Grätsche beim Fussball oder ein Sturz beim Skifahren kann schwerwiegende Folgen haben: Ein Bänderriss zählt zu den häufigsten und gefürchtetsten Verletzungen im Sport. Informationen zur richtigen Behandlung eines Bänderrisses sowie zur Vorbeugung von Bandverletzungen sind daher besonders wichtig.
Ein aktuelles Beispiel aus dem Profisport verdeutlicht die Bedeutung einer schnellen und gezielten Therapie: Bei der letzten Partie vor der Fussball-Weltmeisterschaft 2022 knickte der Schweizer Nationaltorwart Yann Sommer bei der Landung unglücklich um und zog sich einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu. Trotz dieser Verletzung konnte er dank intensiver Physiotherapie, Krafttraining und Koordinationsübungen innerhalb von nur fünf Wochen so weit genesen, dass er pünktlich zum WM-Auftakt wieder einsatzfähig war.
Während Hobby-Sportler meist nicht über eine derart umfassende Betreuung verfügen, zeigt dieses Beispiel dennoch, dass eine schnelle und fachgerechte Behandlung entscheidend für die vollständige Genesung ist. Mit der richtigen Versorgung kann ein Bänderriss gut ausheilen und die Rückkehr zum Sport ist meist bald möglich.
Apothekenpersonal kann mit gezielten Empfehlungen und Produkten zur Vorbeugung sowie zur unterstützenden Behandlung von Bandverletzungen einen wichtigen Beitrag leisten. Die wichtigsten Massnahmen zur Prävention und Heilung von Bänderrissen werden hier übersichtlich zusammengefasst, um bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Bänder verbinden Knochen, Muskeln und Gelenke und halten sie so an der richtigen Position. Sie begrenzen den Bewegungsradius des Gelenks und sorgen damit für Stabilität und eine kontrollierte Bewegung. Da sie aus festem, faserreichen Bindegewebe bestehen, sind Bänder nicht sonderlich dehnbar. Bei einer abrupten Bewegung oder einem heftigen Stoss auf das Gelenk können sie daher überdehnen oder reissen.
Grundsätzlich kann es an jedem Gelenk zu einem Bänderriss kommen. Meist sind jedoch die Bänder des Sprunggelenks oder des Knies betroffen. Auch die Bänder des Ellbogens oder des Daumens können in Mitleidenschaft gezogen werden. Besonders verbreitet sind Bandverletzungen bei Sportarten mit kurzen Sprints und abrupten Stopps, wie beim Fussball, Tennis oder Basketball. Ein Sturz beim Skifahren oder ein Schlag auf das Gelenk durch einen Aufprall beim Eishockey können ebenso einen Bänderriss hervorrufen. Doch auch in alltäglichen Situationen können Sie sich einen Bänderriss zuziehen, etwa wenn Sie sich auf unebenem Boden den Fuss vertreten, über eine Bordsteinkante stolpern oder im Winter auf Glatteis ausrutschen.
Bandverletzungen lassen sich nach ihrem Schweregrad einteilen. Das Ausmass der Verletzung ist jeweils durch leicht unterschiedliche Symptome gekennzeichnet. Bei der Bänderüberdehnung – auch Bänderzerrung genannt – sind einzelne Fasern des Bandes überdehnt, aber noch intakt. Die zweite Stufe ist der partielle Bänderriss – man spricht auch von Anriss, weil nur ein Teil der Bandfasern gerissen ist. Im schlimmsten Fall sind bei einem kompletten Bänderriss alle Bandfasern gerissen.
Ob es sich um eine Bänderzerrung, einen teilweisen oder vollständigen Bänderriss handelt, lässt sich anhand der Symptome oft nicht eindeutig unterscheiden. In allen Fällen treten meist starke, stechende Schmerzen auf, die sich bei Bewegung oder Druck deutlich verstärken.
Während bei einer Zerrung oder einem partiellen Bänderriss das betroffene Gelenk in gewissem Masse noch belastbar bleibt, ist dies bei einem vollständigen Bänderriss in der Regel nicht mehr möglich. Besonders die Aussenkante des Fusses kann häufig nur noch unter erheblichen Schmerzen belastet werden. Ein instabiles Gefühl im Sprunggelenk, eine spürbare Schwellung sowie eventuell ein sichtbarer Bluterguss sind typische Anzeichen für eine Bandverletzung.
Ein charakteristisches Merkmal eines kompletten Bänderrisses ist häufig ein deutlich hörbares Geräusch – ein lautes „Ratsch“ –, das beim Reissen des Bandes entstehen kann. Solche akustischen Signale in Kombination mit den genannten Symptomen deuten oft auf eine schwerwiegendere Verletzung hin.
Die frühzeitige Einschätzung des Schweregrads ist entscheidend für die Wahl der richtigen Therapie und den weiteren Heilungsverlauf. In der Apotheke können entsprechende Empfehlungen zur Erstversorgung sowie zur unterstützenden Behandlung gegeben werden.

In den meisten Fällen können Laien nicht einschätzen, ob ein Band gerissen oder nur überdehnt ist. Denn die Schmerzen sagen nichts über den Grad der Bandverletzung aus. Eine Bänderzerrung kann unter Umständen sogar schmerzhafter sein als ein Bänderriss. Wir empfehlen daher dem Betroffenen, einen Arzttermin aufzusuchen, um eine zuverlässige Diagnose zu erhalten.
Egal, ob Bänderzerrung oder Bänderriss: Im ersten Moment zählt, dass man möglichst schnell handelt und die richtigen Sofortmassnahmen ergreift. Die PECH-Regel hilft Ihnen dabei: Pausieren und das betroffene Gelenk ruhig stellen. Das Gelenk mit Eis kühlen und nach Möglichkeit einen Kompressionsverband anlegen, um Druck (Compression) auf die betroffene Stelle auszuüben und die Schwellung gering zu halten. Das Gelenk hochlagern, damit Blut und Gewebsflüssigkeit besser abtransportiert werden können.
Mit der richtigen Erstversorgung können Sie den Heilungsprozess Ihres Kunden fördern und Langzeitfolgen verhindern. Die Sofortmassnahmen ersetzen jedoch nicht eine fachkundige Diagnose und Behandlung.
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Bandverletzungen benötigen vor allem eines: Zeit. Weil Bänder weniger stark durchblutet sind als Haut und Muskeln, dauert deren Heilung um einiges länger. Bei einer Bänderzerrung sind die Beschwerden oft bereits nach wenigen Tagen wieder weg. Bei einem Bänderriss hingegen dauert es in der Regel 8 bis 12 Wochen, bis man das verletzte Gelenk wieder normal belasten und Sport treiben kann.
Wird ein Bänderriss nicht richtig behandelt, dauert die Heilung länger und es muss mit Langzeitfolgen gerechnet werden. Das Gelenk wird chronisch instabil und folglich anfälliger für erneute Verletzungen, indem der Knöchel etwa immer wieder umknickt. Die Instabilität führt wiederum zu Fehlbelastungen, welche Arthrose hervorrufen können. Auch die Schmerzen können chronisch werden. Fazit: Rasches und richtiges Handeln ist das A und O bei einer Bandverletzung.
In erster Linie gilt es, das betroffene Gelenk zu schonen. Bei einer Bänderzerrung sollte Sie die PECH-Massnahmen noch drei bis vier Tage fortgezogen werden. Wenn Schwellung, Entzündung und Schmerzen nachlassen, kann das betroffene Gelenk langsam wieder belastet werden. Bei einem partiellen oder kompletten Bänderriss ist es sinnvoll, das Gelenk während ungefähr sechs Wochen mit einer Orthese zu stabilisieren.

Damit die Muskulatur nicht abbaut und das Gelenk weiterhin gestützt wird, sollte die verletzte Stelle geschont werden. Die DermaPlast® ACTIVE Orthese unterstützt den Heilungsprozess optimal, indem sie das Gelenk stabilisiert, aber dennoch kleine geführte Bewegungen zulässt.
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Damit die Bandverletzung sauber ausheilt und es nicht zu einer chronischen Instabilität des Gelenks kommt, sollte frühzeitig die Physiotherapie aufgesucht werden. In der frühen Phase helfen physiotherapeutische Massnahmen, Schwellung und Entzündungen zu hemmen. Später liegt der Fokus auf Übungen zur Verbesserung der Koordination und des Gleichgewichts. Zudem soll das Gelenk durch gezielten Kraftaufbau langfristig wieder an Stabilität gewinnen. Eine Operation ist übrigens nur in seltenen Fällen nötig, etwa dann, wenn mehrere Bänder gerissen sind und die Stabilität des Gelenks dadurch stark beeinträchtigt ist.
Die beste Prävention gegen Bandverletzungen ist eine starke Muskulatur. „Dazu eignen sich gezielte Koordinations- und Kraftübungen sowie Laufübungen mit Richtungswechsel“, rät Harun Gülen, Athletiktrainer des FC Schaffhausen. So können Sie die Balance und Stabilität verbessern und Ihre Gelenke besser stützen.
Auch Kinesiotape ist zur Vorbeugung von Bänderzerrungen und Bänderrissen geeignet und kommt beim FC Schaffhausen regelmässig zum Einsatz: „Spieler, die anfällig für Bänderrisse sind, tapen sich für jedes Training den Fuss“, so Linda Klaus, Physiotherapeutin des Vereins. Korrekt angebrachtes Kinesiotape kann die Stabilität und Bewegungsführung des Gelenks verbessern. Ob am Kniegelenk, am Knöchel oder am Sprunggelenk – das Tape lässt sich bei jedem Gelenk einfach und schnell anbringen.
Ist der Bänderriss verheilt und man kann wieder unbeschwert Sport treiben, gilt es, instabile Gelenke durch Bandagen zu unterstützen. Mit der DermaPlast® ACTIVE Bandage wird eine erneute Verletzunge verhindert.
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