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Muskelkater behandeln – Mit diesen Tipps schnell wieder fit werden

Muskelkater ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf übermäßige körperliche Belastung. Er entsteht durch kleine Mikroverletzungen in den Muskelfasern und kann unangenehm und schmerzhaft sein. Obwohl Muskelkater in der Regel harmlos ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, ihn schnell zu lindern und die Regeneration zu fördern.

Muskelkater gehört zu den häufigsten Begleiterscheinungen intensiver körperlicher Aktivität. Arme fühlen sich schwer an, das Treppensteigen fällt schwer, und sogar das Lachen kann durch Schmerzen im Bauchbereich beeinträchtigt werden. Der Körper signalisiert auf diese Weise, dass die Belastung beim Sport über das gewohnte Mass hinausging. Auch wenn Muskelkater medizinisch betrachtet harmlos ist, kann er sehr unangenehm, hartnäckig und schmerzhaft sein.

Hinter dem bekannten Spruch „No Pain, no Gain“, populär gemacht durch Fitness-Ikone Jane Fonda in den 1980er-Jahren, steckt die weitverbreitete Annahme, dass Muskelkater ein Zeichen für ein besonders effektives Training ist. Diese Sichtweise ist jedoch nicht korrekt: Muskelkater ist kein Beweis für sportlichen Fortschritt, sondern ein Hinweis auf kleinste Verletzungen im Muskelgewebe.

In diesem Beitrag wird erklärt, was hinter dem Phänomen Muskelkater steckt, welche Ursachen zugrunde liegen und mit welchen Massnahmen sich die Beschwerden lindern und zukünftige Muskelkater vorbeugen lassen.

Typische Symptome bei Muskelkater

Muskelkater äussert sich meist durch ziehende Schmerzen bei Bewegung oder Druck. Häufig ist auch eine spürbare Verhärtung der betroffenen Muskulatur zu beobachten, begleitet von Steifigkeit und temporärer Muskelschwäche. Grundsätzlich kann jeder Muskel betroffen sein – selbst das Zwerchfell, was das Atmen unangenehm machen kann.

Wie entsteht Muskelkater und was passiert dabei im Körper? 

Muskelkater ist eine Reaktion des Körpers auf eine zu intensive oder ungewohnte Belastung. Deshalb trifft es vor allem Sportanfänger:innen oder Personen, die nur sporadisch trainieren. Aber auch wer regelmässig Sport treibt, bleibt nicht zwangsläufig von Muskelkater verschont. Ein Wettkampf oder neue, ungewohnte Kraftübungen machen sich tags darauf selbst bei den Sportlichsten unter uns bemerkbar. 

Grafik Muskelfaserriss

Was dem Muskelkater genau zugrunde liegt, ist nicht eindeutig geklärt. Die vorherrschende Hypothese besagt, dass infolge zu starker Belastung winzige Risse, sogenannte Mikroverletzungen, in den Muskelfasern entstehen. Der Körper reagiert auf diese Schädigung mit einer Entzündungsreaktion. Es entstehen Wasseransammlungen und kleine Schwellungen in den verletzten Muskelfasern. Wenn diese Schwellungen Druck auf die umliegenden Nervenzellen ausüben, kommt es zu den allseits bekannten Schmerzen, dem Muskelkater. 

Weil die Schmerzen also nicht durch die Verletzung an sich, sondern verzögert durch die Entzündungsreaktion hervorgerufen werden, ist der Muskelkater oft erst nach mehreren Stunden oder vielfach sogar erst nach ein, zwei Tagen spürbar.

Muskelkater: Symptome erkennen 

Muskelkater macht sich typischerweise durch ziehende Schmerzen bei Bewegung und Druck bemerkbar. Häufig ist die betroffene Muskulatur zusätzlich verhärtet, fühlt sich steif an und zeigt vorübergehende Schwäche. Grundsätzlich kann jeder Muskel von Muskelkater betroffen sein – sogar solche, bei denen es zunächst überraschend erscheint, wie etwa das Zwerchfell. In diesem Fall kann bereits das Atmen unangenehm sein.


Was hilft bei Muskelkater?

Muskelkater entsteht durch kleine Verletzungen in den Muskelfasern, die in der Regel folgenlos ausheilen. Der Körper benötigt dafür vor allem eines: Zeit. Wichtig ist daher, dem Körper eine Sportpause zu gönnen, um die beanspruchte Muskulatur regenerieren zu lassen. In der Regel verschwinden die Beschwerden innerhalb weniger Tage von selbst. Bleiben die Schmerzen jedoch länger als sieben bis zehn Tage bestehen, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.

Auch wenn sich Muskelkater nicht sofort beseitigen lässt, gibt es Möglichkeiten, den Heilungsprozess zu unterstützen und die Symptome zu lindern – etwa durch gezielte Maßnahmen zur Förderung der Durchblutung und sanfte Bewegung.


Leichte Bewegung 

Intensiver Sport sollte bei bestehendem Muskelkater vermieden werden. Sanfte Bewegung hingegen ist empfehlenswert, da sie den Stoffwechsel sowie die Durchblutung fördert und so die Regeneration der beanspruchten Muskulatur unterstützt. Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe werden besser abtransportiert, was zur Linderung der Beschwerden beiträgt. Besonders geeignet sind ein kurzer, entspannter Spaziergang von etwa 15 Minuten oder einfache Mobilisationsübungen.

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Richtige Ernährung 1920x1080

Richtige Ernährung 

Auch die Ernährung kann die Erholung der Muskulatur beeinflussen. Viele Sportler:innen schwören auf Magnesium und ähnliche Nahrungsergänzungsmittel gegen Muskelkater. Tatsächlich ist Magnesium für die Muskelfunktion unentbehrlich. Einen schützenden Effekt gegen Muskelkater hat es jedoch nicht, wie neuere wissenschaftliche Studien ergeben haben. Wir empfehlen dir daher, statt auf Pülverchen und Pillen lieber auf eine rundum ausgewogene Ernährung mit ausreichend Proteinen zu setzen. Da Eiweisse die Bausteine des Körpers – und damit auch unserer Muskeln – sind, unterstützen proteinhaltige Lebensmittel wie Quark, Käse, Nüsse, Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte die Reparatur der geschädigten Zellen. 

Ebenfalls förderlich sind Lebensmittel mit anti-entzündlicher Wirkung. Zum Beispiel dunkelrotes Obst: Früchte wie Kirschen, Blaubeeren und Himbeeren enthalten den roten Pflanzenfarbstoff Anthocyane, der 

 hemmt. Im Ingwer ist es das für die Schärfe verantwortliche Gingerol, das entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. 


Schmerzmittel vs. Kälte 

Auch wenn die Schmerzen lästig sind, sollte bei Muskelkater auf die Einnahme von Schmerzmittel verzichtet werden. Schmerzmittel betäuben den Schmerz nur und verleiten dazu, die überlastete Muskulatur wieder zu stark zu beanspruchen. Dadurch verschlimmert sich der Muskelkater und die Muskelfasern noch mehr. Stattdessen wird empfohlen, die verkaterten Muskeln in den ersten 24 Stunden zu kühlen – das kann die Schmerzen bedeutend lindern. 

Tipp: Beim FC Schaffhausen setzen die Spieler auf Eisbäder nach dem Training – und zwar einerseits um Muskelkater zu lindern, aber auch um diesem vorzubeugen.

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Cool gel

Cool Gel – Kühlende Salbe hält den Muskelkater in Grenzen

Nach einer besonders anstrengenden Trainingseinheiten können die strapazierten Muskeln mit DermaPlast® ACTIVE Cool Gel eingerieben werden und für wohltuende Kühlung sorgen. Damit werden die Schmerzen des sich anbahnenden Muskelkaters nur halb so wild. 

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Wärme

Wärme kann eine wirksame Unterstützung bei Muskelkater sein – insbesondere nach den ersten 24 Stunden, wenn Kälteanwendungen keinen Effekt mehr zeigen. Wärmeanwendungen wie ein entspannendes Bad oder ein Saunabesuch fördern die Durchblutung, entspannen die Muskulatur und lindern spürbar die Schmerzen. Zudem gelangen durch die gesteigerte Durchblutung entzündungshemmende Stoffe schneller in die betroffenen Muskelpartien, was die Regeneration unterstützt.

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Warm Cream – Muskelkater mit wärmender Salbe behandeln

Die DermaPlast® ACTIVE Warm Cream hilft, Schmerzen zu lindern und die Muskulatur zu entspannen. Trage die Creme direkt auf die betroffene Muskelpartie auf und geniesse die wohltuende Wärme. Das wird deinen Muskelkater beruhigen. 

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Darf man mit Muskelkater Sport treiben? 

Muskelkater ist kein Zeichen für effektiven Muskelaufbau, auch wenn sich dieser Irrglaube hartnäckig hält. Entscheidend für sportlichen Fortschritt ist die Regeneration – denn nur in der Erholungsphase passt sich die Muskulatur an den Trainingsreiz an und wird leistungsfähiger. Wird trotz Muskelkater mit voller Intensität weitertrainiert, können Schmerzen und Mikroverletzungen zunehmen. Im schlimmsten Fall droht ein Muskelfaserriss. Zudem kann es durch falsche Bewegungsmuster zu Verspannungen und Fehlbelastungen kommen, was das Verletzungsrisiko weiter erhöht.

Sinnvoll ist es daher, bei Muskelkater auf alternative Übungen auszuweichen, die die betroffenen Muskelgruppen schonen oder nur leicht belasten. Beispielsweise können bei Muskelkater in den Beinen Übungen für den Oberkörper oder leichtes Schwimmen eine gute Alternative sein.


Wie lässt sich Muskelkater vorbeugen? 

Ganz vermeiden lässt sich Muskelkater vor allem bei neuen oder intensiven Belastungen nicht immer. Doch durch gezielte Maßnahmen kann das Risiko deutlich reduziert werden:

  • Progressives Training: Eine schrittweise Steigerung der Trainingsintensität in Anpassung an den aktuellen Fitnessstand schützt die Muskulatur vor Überforderung und beugt Verletzungen vor. Wichtig ist auch die korrekte Ausführung der Übungen.
  • Aufwärmen nicht vergessen: Ein zehnminütiges Aufwärmen mit Mobilisations- und Dehnübungen bereitet die Muskulatur optimal auf die Belastung vor. Besonders beanspruchte Muskelgruppen sollten gezielt aktiviert werden.
  • Dynamisches Dehnen vor dem Training: Im Gegensatz zum statischen Dehnen aktiviert dynamisches Dehnen durch kurze, federnde Bewegungen die Muskulatur, ohne die Leistungsfähigkeit zu mindern.
  • Kein Dehnen bei Muskelkater: Bereits gereizte Muskelfasern können durch Dehnung zusätzlich verletzt werden. Besser geeignet sind sanfte Massagen oder leichtes Stretching nach dem Training.

Am wichtigsten ist jedoch, deinem Körper Zeit für die Regeneration zu geben. Dies hat auch bei den Kadetten Schaffhausen ein hoher Stellenwert. Der Handballclub rät: «Die aktive Regeneration nach der Belastung ist besonders wichtig. So kann der Sportler oder die Sportlerin nach der Belastung noch locker auslaufen oder Fahrrad fahren und Mobilisationsübungen absolvieren und/oder auf passive Massnahmen zurückgreifen, wie zum Beispiel Eisbäder, Wechselbäder und Sauna.» 

Zusätzlich fördern eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, eine ausgewogene Ernährung und erholsamer Schlaf die Regeneration. So kann der Körper gestärkt in die nächste Trainingseinheit starten – und Muskelkater bleibt die Ausnahme, nicht die Regel. 

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