
Verspannungen lösen und verhindern
Praktische Tipps zur schnellen Schmerzlinderung: Wir zeigen Ihnen, wie man Verspannungen löst und effektiv verhindern kann.

Blutergüsse am Knie deuten auf eine Prellung hin. Tipps zur Linderung von Schmerzen, Schwellung und zur Unterstützung der Heilung jetzt erfahren.
Bei intensiven Sportarten wie Mountainbiken oder Eishockey kommt es schnell zu Prellungen durch Stürze oder Zusammenstösse. Blutergüsse, Schwellungen und Schmerzen sind typische Symptome. Besonders bei Kontaktsportarten zählen Prellungen zu den häufigsten Verletzungen. Auch Einzelsportler sind durch Stürze oft betroffen.
Zur Behandlung gilt: Schmerzen lindern, Schwellung reduzieren und die Heilung fördern – idealerweise mit gezielter Kühlung, Schonung und unterstützender Pflege. Um eine schnelle Rückkehr zum Sport zu ermöglichen, kommt es auf die richtige Versorgung an. Tipps zur Vorbeugung und effektiven Behandlung von Prellungen helfen dabei, beweglich und leistungsfähig zu bleiben.
Eine Prellung entsteht durch einen stumpfen Schlag oder Stoss gegen den Körper. Die Haut bleibt bei einer Prellung unbeschädigt. Allerdings wird das darunterliegende Gewebe und die Blutgefässe gequetscht, wodurch sich Blut oder Gewebeflüssigkeit unter der Haut ansammelt. Bei einer Knochenprellung wird zudem die Knochenhaut gereizt.

Eine Prellung kann sowohl einen Muskel als auch einen Knochen oder ein Gelenk betreffen. Zu den häufigsten Prellungen beim Sport gehören Muskelprellungen an Oberschenkel oder Schulter, Knochenprellungen an Rippen oder Hüfte sowie Gelenkprellungen am Ellbogen oder am Knie. Besonders anfällig für Prellungen sind Stellen, an denen ein schützendes Polster aus Weichteilen, wie etwa Muskeln oder Fett, weitgehend fehlt, wie zum Beispiel am Knie oder Schienbein.
Ein Stoss gegen das Schienbein oder ein Sturz auf die Schulter kann schnell zu einer schmerzhaften Prellung führen. Typische Symptome sind:
Prellungen lassen sich in der Regel gut selbst behandeln – entscheidend ist eine rasche Reaktion, um Schwellung und Bluterguss zu begrenzen und die Heilung zu fördern. Die bewährte PECH-Regel bietet eine einfache Orientierung für die Soforthilfe:
Die PECH-Regel ist in der Sportphysiotherapie etabliert und wird z. B. im Profisport regelmässig angewendet. Frühzeitige Umsetzung hilft, Schwellungen gering zu halten und die Wundheilung zu unterstützen.

Nach der Soforthilfe gilt es, die geprellte Körperpartie einige Tage zu schonen und auf Belastung weitgehend zu verzichten. Um die Beschwerden zu lindern, können schmerzstillende Salben und Kühlgels auf die Prellung aufgetragen werden. Die Gefahr, dass die betroffene Stelle überbelastet, schätzt Sebastian Holzhäuser jedoch als gering ein: «Unser Körper signalisiert uns durch Schmerzen oder erneute Schwellungen sehr schnell, wenn die Belastung zu intensiv war.» Schmerzmedikamente sollten daher, wenn überhaupt, nur zu Beginn und sparsam eingesetzt werden. Ansonsten besteht das Risiko, dass die geprellte Körperstelle aufgrund der unterdrückten Schmerzen doch zu stark belastet wird.

Wie lange dauert es, bis die Prellung abgeheilt ist?
Prellungen sind zwar oft schmerzhaft, verursachen jedoch in der Regel keine langfristigen Schäden. Der Heilungsprozess kann einige Zeit in Anspruch nehmen und erfordert Geduld. Schwellung und Schmerzen klingen meist innerhalb weniger Tage ab. Die Erholung des verletzten Gewebes dauert jedoch je nach Schwere der Prellung und betroffener Körperstelle mehrere Wochen, bis wieder uneingeschränkt und schmerzfrei bewegt werden kann.
Wann sollte bei einer Prellung ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden?
In den meisten Fällen ist eine ärztliche Behandlung nicht erforderlich. Sollten die Schmerzen jedoch nach einigen Tagen weiterhin stark sein und die geprellte Stelle nicht belastbar sein, ist der Gang zum Arzt ratsam. Prellungen können ähnliche Symptome wie Knochenbrüche verursachen, weshalb eine ärztliche Abklärung wichtig ist. Bei Prellungen am Kopf oder Rumpf sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, um ernsthafte Verletzungen wie Gehirnerschütterungen oder innere Organverletzungen auszuschliessen.
Prellungen sind im Alltag, insbesondere beim Sport, kaum vermeidbar. Doch es gibt Möglichkeiten, die Schwere der Prellung zu verringern. Speziell bei Gelenken kann das Tragen von Bandagen helfen, das Gelenk zu stabilisieren und somit das Risiko von Prellungen zu minimieren.


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