Mann hält sich den Nacken wiel er schmerzen hat

Steife und schmerzende Muskeln lösen – Das hilft gegen Verspannungen

Verspannungen vermiesen die Sportfreude. Das muss nicht sein: Mit diesen Tipps können schmerzhafte Verspannungen einfach gelöst und vorbeugt werden.

Was haben intensives Training, langes Sitzen in ungünstiger Haltung und ein stressiger Arbeitstag gemeinsam? In all diesen Fällen kommt es häufig zu Muskelverspannungen. Diese sind nicht nur unangenehm und mitunter schmerzhaft, sondern können auch den Alltag sowie sportliche Aktivitäten erheblich beeinträchtigen. Die gute Nachricht: Verspannte Muskeln lassen sich meist unkompliziert lösen – und mit den richtigen Maßnahmen auch vorbeugen.

Ein Beispiel aus dem Alltag:
Alex befindet sich mitten in der Vorbereitung auf den ersten Halbmarathon. Jeden Morgen vor der Arbeit steht eine Laufeinheit im nahegelegenen Park auf dem Plan. Doch an diesem Morgen macht sich bereits nach wenigen Schritten ein dumpfer Schmerz im Rücken bemerkbar. Stundenlanges Arbeiten am Computer hat zu einer Verspannung geführt, die das Laufen zur Qual macht. Die zentrale Frage lautet nun: Wie lässt sich die schmerzhafte Verspannung schnell und effektiv lösen, um das Training fortzusetzen?

Muskelverspannungen zählen zu den häufigsten Beschwerden im Alltag – insbesondere bei Menschen, die viel sitzen oder unter Dauerstress stehen. Mit gezielten Tipps und bewährten Mitteln lassen sich Schmerzen lindern und zukünftigen Verspannungen wirksam vorbeugen.

Was ist eine Verspannung und wie entsteht sie?

Bei Anspannung verkürzt sich ein Muskel und wird weniger stark durchblutet. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff in das Gewebe. Wird der Muskel wieder entspannt, normalisieren sich Durchblutung und Sauerstoffversorgung. Kommt es jedoch über längere Zeit zu einer andauernden Anspannung, bleibt die Durchblutung eingeschränkt – die Sauerstoffzufuhr sinkt. In der Folge entstehen tastbare, oft schmerzhafte Verhärtungen, sogenannte Triggerpunkte.

Im Alltag gibt es zahlreiche Auslöser für Muskelverspannungen. Selbst körperlich aktive Menschen verbringen oft viele Stunden am Tag vor dem Bildschirm – meist in einseitiger und nicht ergonomischer Haltung. Am häufigsten betroffen sind der Rücken-, Schulter- und Nackenbereich.

Mann hat nach dem tennis spielen ellenbogenschmerzen

Auslöser ist vielfach eine Über- oder Fehlbelastung, entweder durch monotone Haltung – sprich langes Sitzen bei der Büroarbeit – oder repetitive Bewegungsmuster, wie sie für gewisse Sportarten typisch sind. Beim Tennis beispielsweise kommt es häufig zu Verspannungen im Schlagarm. Daraus kann sich unter Umständen ein Tennisarm entwickeln. Zu den weiteren Ursachen für Verspannungen gehören Bewegungsmangel und eine zu schwache Muskulatur, Kälte oder Stress. 

Bei Muskelverspannungen wird häufig unbewusst eine Schonhaltung eingenommen, um Schmerzen zu vermeiden. Dadurch wird die betroffene Muskulatur kaum noch bewegt, verbleibt im verkürzten Zustand und wird nur unzureichend durchblutet. Dies kann die Verspannung zusätzlich verstärken – ein regelrechter Teufelskreis entsteht.

Typische Symptome bei Verspannung

Ein verspannter Muskel zeigt sich meist durch eine tastbare Verhärtung und eingeschränkte Beweglichkeit. Die Beschwerden äußern sich in Form von dumpfen oder ziehenden Schmerzen, die sowohl bei Bewegung als auch auf Druck spürbar sind. In vielen Fällen strahlen die Schmerzen in andere Körperregionen aus – so kann beispielsweise eine Nackenverspannung häufig zu Kopfschmerzen führen.

In der Regel klingen Verspannungen innerhalb weniger Tage von selbst ab und die Schmerzen lassen nach. Bestehen die Beschwerden jedoch länger als eine Woche fort, sollte eine medizinische Fachperson konsultiert werden, um andere Ursachen auszuschließen oder eine gezielte Behandlung einzuleiten.

Wie wird eine Verspannung gelöst? 

Um verspannte Muskeln effektiv zu lösen, ist es wichtig, die Durchblutung anzuregen. Dies kann durch einfache Maßnahmen erreicht werden, die gezielt die Muskulatur entspannen.

Bewegung und Dehnung

Obwohl es anfangs unangenehm oder schmerzhaft sein kann, ist es entscheidend, die betroffenen Muskeln in Bewegung zu bringen. Lockere Mobilisationsübungen verbessern die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Muskeln, was eine wichtige Voraussetzung für die Linderung von Verspannungen ist. Sanfte Dehnübungen tragen ebenfalls dazu bei, verhärtete und verkürzte Muskeln zu entspannen.

Wärme zur Unterstützung der Regeneration

Wärme fördert die Durchblutung und hilft, die Muskulatur gezielt zu entspannen. Mit einem Wärmepflaster oder einer Wärmecreme kann die betroffene Muskulatur direkt behandelt werden, was Schmerzen lindert und die Regeneration unterstützt.

Warm Cream

Warm Cream – die wärmende Creme löst verspannte Muskeln 

Die DermaPlast® ACTIVE Warm Cream heizt die Durchblutung in der Muskulatur an. Die wärmende Creme mit ihren natürlichen, wohlduftenden Inhaltsstoffen wie Rosmarin und Kampfer ist daher perfekt geeignet, um Muskelverspannungen zu lindern. 

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Mann wird massiert

Wenn eine Verspannung besonders hartnäckig ist, kann der Besuch bei einem Physiotherapeuten eine hilfreiche Lösung sein. Neben Massagen kommen in der Physiotherapie auch andere Behandlungsmethoden wie Dry Needling oder Ultraschall zum Einsatz. Beim Dry Needling, einer Technik aus der Akupunktur, werden Triggerpunkte im verspannten Muskel mit feinen Nadeln stimuliert, um die Verspannung zu lösen. Ultraschallwellen wirken ähnlich wie eine Tiefenmassage und erzeugen Wärme im Gewebe, was die Durchblutung anregt und die Verspannung auflöst.

Progressive Muskelentspannung (PMR)

Die progressive Muskelentspannung ist eine aktive Technik, die hilft, Verspannungen abzubauen. Bei dieser Methode wird jeder Muskel bewusst für etwa fünf Sekunden angespannt, bevor die Anspannung gelöst und für zehn Sekunden entspannt wird. Diese Übung wird mehrfach wiederholt. Der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung trägt dazu bei, Muskelverspannungen zu lösen und hilft gleichzeitig, mentalem Stress entgegenzuwirken.

Verspannungen vorbeugen: Tipps für den Alltag und Sport

Verspannungen lassen sich mit einfachen Maßnahmen gut vorbeugen. Eine der wichtigsten Strategien ist regelmäßige Bewegung. Muskeln sind nicht dafür gemacht, stundenlang in derselben Position zu verharren. Besonders bei langem Sitzen oder Stehen im Berufsalltag ist es wichtig, regelmäßig aufzustehen und sich zu dehnen oder kleine Bewegungsübungen zu machen, um Verspannungen vorzubeugen.

Ausschnitt aus einem handballspiel

Sebastian Holzhäuser, Physiotherapeut des Handballclubs Kadetten Schaffhausen, meint dazu: «Wenn ein Muskel durch eine Tätigkeit stark strapaziert wird und dadurch verspannt, ist es wichtig, ihn zu trainieren.» Er fährt weiter: «Je stärker und ausdauernder ein Muskel ist, desto kleiner ist das Risiko einer Verspannung aufgrund von zu viel Belastung im Alltag.» Du musst dazu nicht Hochleistungssportler:in werden. Wichtig ist, dass du dich regelmässig bewegst. Der Physiotherapeut rät, zwei- bis dreimal pro Woche Sport zu treiben, um die Muskulatur zu stärken und den Stoffwechsel im ganzen Körper anzuregen. 

Auch im Berufsalltag lässt sich Bewegung leicht integrieren. Wer zum Beispiel mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, die Treppe statt den Aufzug nimmt, in der Mittagspause einen Spaziergang macht oder Telefongespräche im Stehen oder Gehen führt, fördert die Durchblutung und beugt Verspannungen vor.

Korrekte Körperhaltung zur Vermeidung von Verspannungen

Eine gute Körperhaltung spielt eine entscheidende Rolle bei der Prävention von Verspannungen. Besonders bei langen Stunden am Computer ist es wichtig, auf eine gesunde Haltung zu achten. Die Knie und Ellbogen sollten einen rechten Winkel bilden, der Rücken und Nacken müssen gerade gehalten werden. Der Kopf sollte leicht nach unten in Richtung Bildschirm geneigt sein, wobei das Kinn zurückgezogen wird, um eine neutrale Position der Halswirbelsäule zu gewährleisten. Diese Haltung hilft, Nackenverspannungen zu vermeiden.

Magnesium für gesunde Muskelfunktionen 

Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff für den Muskelstoffwechsel und die Muskelfunktion. Es unterstützt die Entspannung der Muskeln nach einer Kontraktion und hilft somit, Muskelkrämpfen und Verspannungen vorzubeugen. Neben Nahrungsergänzungsmitteln lässt sich Magnesium auch durch eine ausgewogene Ernährung aufnehmen. Besonders reich an Magnesium sind Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Brokkoli, Sonnenblumenkerne und Vollkornprodukte.

Stressabbau zur Reduktion von Verspannungen 

Stress wirkt sich nicht nur auf den mentalen und emotionalen Zustand aus, sondern kann auch muskuläre Verspannungen verursachen. Häufig sind körperliche Verspannungen die Folge von psychischer Anspannung. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig eine Pause vom Stress zu machen und sowohl dem Körper als auch dem Geist Ruhe zu gönnen.

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