
Kinesiotape richtig anwenden
Egal ob für Sport, Therapie oder Freizeit – das Kinesio Tape passt sich der Haut an und fördert die Heilung von Muskeln und Gelenken. Wir zeigen Ihnen einfache Taping-Anleitungen.

Zerrungen sind schmerzhaft, aber die richtige Behandlung kann den Unterschied ausmachen. Hier erfahren Sie effektive Methoden, die die Heilung unterstützen und Zerrungen in Zukunft verhindern können.
Unsere Muskeln sind hart im Nehmen und müssen im Sport einiges mitmachen. Ein explosiver Sprint, eine etwas zu ehrgeizige Grätsche oder ein ungeschickter Ausrutscher können jedoch zu schmerzhaften Muskelzerrungen führen. Doch was passiert dabei genau mit der Muskulatur? Wie lassen sich Zerrungen vermeiden? Und wie sieht die optimale Behandlung aus, damit man bald wieder schmerzfrei Sport treiben kann? Das alles erfahren Sie in diesem Artikel.
Zerrungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Sie sind die Folge einer ruckartigen Bewegung oder einer längerfristigen Überlastung der Muskulatur. Die gute Nachricht: Sie lassen sich einfach behandeln und in vielen Fällen vermeiden. Wie das geht, wird in diesem Artikel erklärt.
Eine Zerrung entsteht, wenn ein angespannter Muskel durch eine ruckartige Belastung übermässig gedehnt wird. Zum Beispiel bei einer plötzlichen Beschleunigung, einem schnellen Richtungswechsel oder einem abrupten Stopp. Vor allem im Laufsport und bei Stop-and-Go-Sportarten wie Tennis oder Fussball kommt es vermehrt zu Zerrungen. Auch bei einem gemütlichen Sonntagsspaziergang oder bei der Haushaltsarbeit kann man sich durch eine ungeschickte Bewegung einen Muskel zerren. Am häufigsten sind der Rücken, die Oberschenkel oder Waden betroffen.
Meist zieht man sich eine Muskelzerrung zu Beginn des Trainings zu, wenn der Körper bislang nicht ausreichend aufgewärmt ist. Aber auch wenn die Muskulatur ermüdet, überlastet oder durch eine vorangegangene Verletzung bereits in ihrer Funktion eingeschränkt ist, steigt das Risiko für Zerrungen.

Der Muskel besteht aus einer Vielzahl von Muskelfasern, die sich aus kleineren Einheiten zusammensetzen. Die kleinsten Einheiten sind die sogenannten Sarkomere. Bei einer Muskelzerrung werden die Sarkomere über das normale Mass hinaus gedehnt und es kommt zu Verletzungen im Muskel.
Die Art und Intensität des Schmerzes sind ein erster Anhaltspunkt dafür, ob es sich um eine Zerrung oder vielleicht doch einen Muskelfaserriss oder gar einen Muskelriss handelt. Hinzu kommen einige weitere Symptome, anhand derer Sie den Grad der Muskelverletzung einschätzen können.

Die Zerrung ist die leichteste Form einer Muskelverletzung. Hier sind nur die Sarkomere, die kleinsten Einheiten der Muskelfaser, überdehnt, aber noch intakt.
Der Athletiktrainer des FC Schaffhausen, Harun Gülen, beschreibt die Symptome nach einer Zerrung folgendermassen: «Charakteristisch für eine Zerrung sind oftmals schleichend auftretende Schmerzen, die sich während der Belastung oder bei Druck steigern.
Häufig verspüren die Betroffenen ein Krampfgefühl im Muskel, der sich über mehrere Zentimeter verhärtet anfühlen kann. Die Bewegung ist vor allem beim Dehnen über den verhärteten Teil eingeschränkt und teilweise schmerzhaft.»
Beim Muskelfaserriss, der Verletzung zweiten Grades, wird der Muskel so stark überdehnt, dass einzelne Muskelfasern reissen, was einen unmittelbaren, stechenden Schmerz auslöst. Der betroffene Muskel lässt sich nur noch geringfügig belasten, weshalb man automatisch eine Schonhaltung einnimmt. An der betroffenen Stelle entsteht typischerweise eine Delle im Muskelgewebe. Im weiteren Verlauf kommt es häufig zu einer Schwellung und einem Bluterguss.
Ab einem bestimmten Punkt ist die Überdehnung so stark, dass der Muskel reisst. Der Muskelriss, die Verletzung dritten Grades, geht wie der Muskelfaserriss mit plötzlichen, stechenden Schmerzen einher. Meist bildet sich an der betroffenen Stelle ein Bluterguss, der sich schnell ausbreitet. In der Folge schwillt das Gewebe an. Aufgrund der starken Schmerzen ist eine Belastung des verletzten Muskels nicht mehr möglich.
Das Zauberwort heisst Warm-up. Aufwärmen ist das einfachste und effektivste Mittel, um Zerrungen zu vermeiden. Denn ein aufgewärmter Muskel ist besser durchblutet und wird dehnbarer.
Doch auch beim Aufwärmen, sollte man nicht über das Ziel hinausschiessen: Zerrungen entstehen oft, wenn die Muskulatur überlastet ist. Es ist wichtig, auf den Körper zu hören und ihm zwischen den Trainingseinheiten ausreichend Erholungszeit zu geben. Die Intensität sollte nur langsam gesteigert werden, zudem ist es ratsam, eine Pause einzulegen, wenn Müdigkeit oder Schmerzen auftreten.
Überlastungen können auch eine Folge von Fehlbelastungen sein. Daher sollten Bewegungsabläufe genauer unter die Lupe genommen oder auch die Laufschuhe geprüft werden. Ausserdem kann auf Bandagen oder Kinesiotape zurückgegriffen werden. Sie sorgen für eine geführte Bewegung und helfen damit ebenfalls, Zerrungen vorzubeugen.
Ob auf dem Rücken, dem Knie, der Schulter oder dem Sprunggelenk: Das DermaPlast® ACTIVE Kinesiotape lässt sich genau dort anbringen, wo es benötigt wird. Durch den Zug, den das Tape in der Bewegung auf das Gewebe ausübt, regt es die Durchblutung an und stimuliert die Muskelfunktion. So macht es die Muskulatur weniger anfällig für Verletzungen und unterstützt die Heilung, wenn doch mal etwas gezerrt ist.
Erstversorgung: Kühlen, kühlen, kühlen
Wichtiger ist die schnelle und korrekte Erstversorgung. Diese richtet sich nach der PECH-Regel: Stellen Sie die betroffene Körperpartie ruhig (Pause), um dann den verletzten Muskel (Eis) zu kühlen – je schneller gekühlt wird, umso kürzer fällt die Heilungsdauer aus. Danach sollte nach Möglichkeit ein Kompressionsverband (Compression) angelegt und zusätzlich das betroffenen Körperteil hoch gelagert werden (Hochlagern).
Das kühlende Gel ist ideal für die Kältetherapie bei Sportverletzungen, lindert Schmerzen und verhindert das Anschwellen der verletzten Körperstelle.
Kühlung ist gut. Kühlung plus Kompression ist noch besser. DermaPlast® ACTIVE Cool Fix bietet beide Eigenschaften in einem Produkt. Die selbstkühlende Stützbinde hilft schnell und effektiv: Sie kühlt die betroffene Körperstelle bis zu zwei Stunden lang, reduziert dadurch Schmerzen und verhindert Schwellungen.
Muskelzerrungen und Muskelfaserrisse heilen meist problemlos von allein – sofern sie richtig behandelt werden. Weniger ist in diesem Fall mehr, das bestätigt auch Sebastian Holzhäuser. Der Physiotherapeut des Handballvereins Kadetten Schaffhausen setzt zudem auf leichte Massagen und rhythmisches Dehnen sowie Wechselbäder, denn: «Bei einer Zerrung steht bei mir vor allem die Durchblutungsförderung im Vordergrund, die durch die Zerrung im Muskel deutlich eingeschränkt ist. Diese kann durch gezielte Massnahmen wieder hergestellt werden.» Danach kann vorsichtig wieder mit leichter Bewegung begonnen werden. Das regt die Durchblutung ebenfalls an und fördert die Regeneration der Muskelfasern.
Mit dem gewohnten Training sollte Ihr Kunde mindestens zwei Wochen warten. Wichtig ist es auf den Körper zu hören.

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